Auf Anhieb fällt mir kein Rennspiel für iPhone oder iPad ein, das komplett auf eine Lenksteuerung verzichtet. Slingshot Racing vollbringt das Kunststück das Lenkrad, das Gaspedal und die Bremse völlig zu eliminieren. Trotzdem ist Slingshot Racing genauso ein Rennspiel wie jedes andere auch – es geht um die erste Platzierung und die schnellste Runde. Wie führt Entwickler Snowbolt und Publisher Crescent Moon diese scheinbaren Gegensätze zusammen?
Wie der Name schon sagt, ist Slingshot Racing ganz klar ein Rennspiel. Bei der Steuerung wird aber auf eine klassische Links-Rechts-Eingabe verzichtet. Die Wagen von Slingshot Racing sind Schlitten, die automatisch angetrieben werden und auf dem Eis gleiten. Eine Kurve bildet für einen Wagen ohne Steuerung normalerweise ein gefährliches Hindernis. Alle Schlitten sind aber mit einem Seil ausgestattet, welches im richtigen Moment an einer rotierenden Säule eingehakt werden kann. Diese schleudert den Schlitten um die Kurve herum. Danach darf nicht vergessen werden, das Seil wieder einzufahren – sonst dreht man sich knallhart in die Bande hinein.
Ausnutzung der Fliehkraft
Wann wir das Seil in eine solche Rotationssäule genau einhaken entscheiden wir selbst. Je nach Timing fahren wir die Kurve eng, oder in ausholendem Bogen. Um das Seil einzuhaken und wieder freizugeben, braucht es lediglich einer Berührung des Bildschirms. Wenn man den Dreh einmal raushat, schlittert man schnell durch jede Kurve. Der Spielraum für das Loslassen ist allerdings recht eng, sodass Slingshot Racing viel Übung bedarf.
“Wenn man den Dreh einmal raushat, schlittert man schnell durch jede Kurve.”
Da Schlitten nur auf vereisten Strecken eingesetzt werden können, ist jeder Kurs in ein winterliches Ambiente getaucht. Crescent Moon hat sich Mühe gegeben, Slingshot Racing einen Steampunk-Stil zu verpassen. Der technisch kreative Ansatz des Spiels wird dadurch gekonnt betont. Obwohl es keine verschiedenen Jahreszeiten in Slingshot Racing zu sehen gibt, unterscheiden sich die Strecken deutlich genug voneinander.
Cleverer Multiplayer-Modus
Für den Multiplayer-Modus hat sich Snowbolt etwas Witziges einfallen lassen. Hier braucht es nämlich für vier Spieler keine vier Geräte. Da die Steuerung auf eine einfache Berührungen des Bildschirms beschränkt ist, bekommt jeder Spieler einfach eine Ecke des Bildschirms zugewiesen, um sein Fahrzeug zu steuern. Gerade auf dem iPad ist durch den großen Bildschirm auch für eine ausreichende Übersicht gesorgt, selbst wenn sich das Fahrerfeld sehr streckt.
Slingshot Racing (Crescent Moon Games LLC, 0.89 €) ist ab sofort für iPhone, iPod touch und iPad erhältlich.Folge uns auf Facebook, Twitter und Google+, um über die besten Spiele-Apps auf dem Laufenden zu bleiben.
“Da dreht noch was!”
“Die Idee von Slingshot Racing ist cool und perfekt umgesetzt. Leider fehlt dem Spiel die Abwechslung. Es werden im Spielverlauf keine neuen Spielmechaniken oder Ideen hinzugefügt. Die wenigen Strecken werden lediglich immer wieder neu aufbereitet – mal bei Nacht, dann rückwärts, im Rennmodus, auf Zeitfahren oder zum Sammeln von Zahnrädern. Mit ein paar Extras würde man Slingshot Racing sofort zum Überhit machen können.”
Crascent Moon macht sich in Entwicklerkreisen den Ruf die Go-To-Guys zu sein, wenn es darum geht, Spiele grafisch aufzupolieren. Die Programmierer von Crescent Moon haben Spiele wie Paper Monsters, Gears und Siegecraft komplett die Entwicklungsstände der Studios als Grundlage genommen und umgekrempelt. Das fertige Produkt sieht immer um Meilen besser aus, als das womit das Team angefangen hat. Was Crescent Moon allerdings etwas fehlt, ist das Gefühl das Produkt nicht nur optisch aufzuwerten, sondern auch spielerisch. Da hängt es oft noch ein wenig. Aus so einer kreativen Idee wie Slingshot Racing kann man viel mehr rausholen.
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‘Slingshot Racing’-Review: Schleudertrauma der guten Art4blog-jack2012-06-06 01:31:56Slingshot Racing für iPhone und iPad demonstriert wie man ganz ohne eine Lenksteuerung ein sauberes Rennspiel auf den Touchscreens brennen kann. Das Renngeschehen ist in polierte Winterlandschaften gebettet und wird aus der Vogelperspektive gespielt. Für Richtungswechsel dient einfach ein Seil.
http://www.facebook.com/profile.php?id=100003896274012 Frank Lenz
Sind echt zu wenige Strecken drin! Die wenigen werden ja echt ausgepresst – kommen bald neue Kurse?